Aufbaufutter für dünne Pferde – bedarfsgerecht Energie und Nährstoffe ergänzen
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Dünne Pferde bedarfsgerecht auffüttern
Ist ein Pferd sehr schlank oder verliert es an Körpermasse, sollte seine Fütterung sorgfältig überprüft werden. Sichtbare Rippen, deutlich hervortretende Knochenpartien, eingefallene Flanken oder eine schwach ausgeprägte Muskulatur können Hinweise auf eine niedrige Körperkondition sein. Eine regelmäßige Beurteilung des Ernährungszustands hilft dabei, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und die Ration entsprechend anzupassen.
Beim Auffüttern kommt es nicht darauf an, möglichst große Futtermengen in kurzer Zeit anzubieten. Sinnvoller ist eine schrittweise abgestimmte Versorgung mit Raufutter, Energie, Protein, Mineralstoffen und Vitaminen. Im Pferdefuttershop findest du ausgewählte Futtermittel für dünne, schwerfuttrige und ältere Pferde – von Heucobs und strukturreichen Müslis bis zu energiereichen Ergänzungsfuttermitteln.
Mögliche Gründe für eine niedrige Körperkondition
Eine geringe Körpermasse kann unterschiedliche Ursachen haben. Dazu gehören eine zu niedrige Energieaufnahme, unzureichende Raufuttermengen, schwankende Heuqualität, ein erhöhter Energiebedarf oder Schwierigkeiten bei der Futteraufnahme. Auch Haltungsbedingungen spielen eine Rolle: Rangniedrige Pferde erhalten in Gruppenhaltung möglicherweise nicht ausreichend Zugang zu den Futterstellen.
Bei älteren Pferden können abgenutzte Zähne die Aufnahme und Zerkleinerung von langfaserigem Raufutter erschweren. Darüber hinaus können Parasiten, anhaltender Stress oder gesundheitliche Probleme mit Gewichtsverlust verbunden sein. Nimmt ein Pferd plötzlich oder ohne erkennbaren Grund ab, sollte die Ursache tierärztlich abgeklärt werden. Eine Futterumstellung ersetzt keine Diagnose oder notwendige Behandlung.
Raufutter als Grundlage der Pferdefütterung
Raufutter bildet auch bei dünnen Pferden die Basis der täglichen Ration. Hochwertiges Heu liefert strukturreiche Fasern und trägt einen wesentlichen Teil zur Energie- und Nährstoffversorgung bei. Die passende Menge richtet sich unter anderem nach Körpergewicht, Heuqualität, Haltung, Aktivität und dem individuellen Futterzustand des Pferdes.
Für schwerfuttrige Pferde kann ein möglichst kontinuierlicher Zugang zu geeignetem Raufutter sinnvoll sein. Dabei sollten lange Fresspausen vermieden und ausreichend getrennte Futterplätze angeboten werden. So erhalten auch rangniedrige Tiere die Möglichkeit, ihre vorgesehene Ration aufzunehmen.
Kann ein Pferd langstieliges Heu nur eingeschränkt kauen, kommen eingeweichte Heucobs oder Wiesencobs als Raufutterergänzung oder – nach fachlicher Berechnung der Ration – als teilweiser Heuersatz infrage. Die Zubereitungs- und Fütterungshinweise des jeweiligen Herstellers sind dabei genau zu beachten.
Energiereiches Pferdefutter gezielt auswählen
Reicht die Energie aus dem vorhandenen Raufutter nicht aus, kann die Ration durch ein geeignetes Kraft- oder Ergänzungsfutter erweitert werden. Für dünne Pferde stehen beispielsweise strukturreiche Müslis, Pellets, Fasermischungen sowie getreidefreie oder getreidereduzierte Rezepturen zur Verfügung.
Bei der Auswahl sind nicht nur der ausgewiesene Energiegehalt, sondern auch die Zusammensetzung und die empfohlene Tagesmenge relevant. Je nach Pferd können Futtermittel mit faserreichen Komponenten und pflanzlichen Ölquellen eine geeignete Möglichkeit sein, zusätzliche Energie bereitzustellen. Stärke- und Zuckergehalt sollten stets im Zusammenhang mit der gesamten Tagesration betrachtet werden.
Größere Kraftfuttermengen werden auf mehrere kleine Portionen verteilt. Neue Futtermittel sollten schrittweise eingeführt werden, damit sich das Pferd an die veränderte Ration gewöhnen kann. Die auf der Verpackung angegebene Fütterungsempfehlung dient dabei als Orientierung und muss an das einzelne Pferd angepasst werden.
Protein und Aminosäuren in der Aufbauration
Neben Energie benötigt der Organismus ausreichend Protein. Proteine liefern Aminosäuren, die unter anderem als Bausteine körpereigener Gewebe dienen. Entscheidend ist nicht allein der Rohproteingehalt eines Futtermittels, sondern auch die Zusammensetzung der enthaltenen Aminosäuren.
Luzerne, Esparsette und ausgewählte proteinreiche Futtermittel können die Ration ergänzen. Auch essenzielle Aminosäuren wie Lysin, Methionin und Threonin werden in verschiedenen Ergänzungsfuttermitteln angeboten. Ob eine zusätzliche Proteinzufuhr erforderlich ist, hängt von der Qualität des Grundfutters, dem Alter, der Nutzung und der gesamten Rationsgestaltung ab.
Eine höhere Proteinzufuhr führt nicht automatisch zu einer stärkeren Bemuskelung. Eine passende Energieversorgung, regelmäßige Bewegung, ausreichende Erholungsphasen und ein auf das Pferd abgestimmtes Training gehören ebenfalls zu einem ausgewogenen Management.
Heucobs, Mash und weitere Ergänzungsfutter
Heucobs, Wiesencobs und andere eingeweichte Faserprodukte lassen sich vielseitig in den Futterplan integrieren. Sie können zusätzliche Raufutterkomponenten bereitstellen und eignen sich besonders für Pferde, die langstieliges Heu nicht zuverlässig aufnehmen können. Um Schlundverstopfungen zu vermeiden, müssen Produkte, die laut Hersteller eingeweicht werden sollen, mit ausreichend Wasser vollständig aufquellen.
Mash wird häufig als warme oder eingeweichte Futtermahlzeit angeboten. Abhängig von der Rezeptur kann es unter anderem Kleie, Leinsaat, Getreideflocken, Kräuter oder faserreiche Komponenten enthalten. Da sich Zusammensetzung, Energiegehalt und empfohlene Fütterungshäufigkeit deutlich unterscheiden, sollte die Auswahl anhand der Deklaration und des übrigen Futterplans erfolgen.
Auch Pflanzenöle, Reiskleieprodukte oder spezielle Aufbaumischungen können zusätzliche Energie liefern. Solche Ergänzungen sollten langsam angefüttert und in die Berechnung der Gesamtration einbezogen werden. Mineralfutter dient dabei nicht primär als Energiequelle, sondern ergänzt je nach Produkt Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine.
Futterplan langsam anpassen und Entwicklung beobachten
Das Auffüttern eines dünnen Pferdes sollte kontrolliert und über einen angemessenen Zeitraum erfolgen. Plötzliche Futterwechsel oder stark erhöhte Einzelportionen sind zu vermeiden. Besser ist es, die Ration in kleinen Schritten anzupassen und die Entwicklung regelmäßig zu dokumentieren.
Für die Verlaufskontrolle eignen sich der Body Condition Score, Gewichtsschätzungen mit einem Maßband und Fotos aus vergleichbarer Perspektive. Auch Veränderungen an Hals, Schulter, Rücken, Rippen und Hinterhand können festgehalten werden. Dabei sollte nicht nur das Körpergewicht, sondern die gesamte Körperkondition betrachtet werden.
Bleibt die gewünschte Entwicklung trotz angepasster Fütterung aus oder verliert das Pferd weiterhin an Gewicht, ist eine erneute fachliche Abklärung sinnvoll. Eine professionelle Rationsberechnung kann zusätzlich helfen, Über- und Unterversorgungen zu vermeiden.
Aufbaufutter für Pferde online kaufen
Im Pferdefuttershop findest du eine vielseitige Auswahl an Pferdefutter für dünne und schwerfuttrige Pferde. Entdecke Heucobs, Wiesencobs, strukturreiche Müslis, Pellets, faserbasierte Ergänzungsfutter, Proteinquellen, Pflanzenöle, Mash und passende Mineralfutter verschiedener Hersteller.
Welches Aufbaufutter zu deinem Pferd passt, hängt von seinem Alter, Körpergewicht, Aktivitätsniveau, Grundfutter und der bisherigen Ration ab. Prüfe deshalb immer die vollständige Deklaration, die analytischen Bestandteile und die Fütterungsempfehlung des jeweiligen Produkts.
Stelle die Futtermittel individuell zusammen, führe Veränderungen langsam ein und kontrolliere regelmäßig die Körperkondition deines Pferdes. So lässt sich die tägliche Ration planvoll an den tatsächlichen Energie- und Nährstoffbedarf anpassen.