Pferdefutter rund um Atemwege
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Pferdefütterung bei besonderen Ansprüchen an Luft und Futterhygiene
Staubiges Raufutter, trockene Einstreu, geringe Luftzirkulation und lange Aufenthaltszeiten im Stall können die Umgebung eines Pferdes deutlich beeinflussen. Wer bei der Haltung und Fütterung besonders auf die Atemwege seines Pferdes achtet, sollte deshalb nicht nur einzelne Futtermittel betrachten. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Raufutterqualität, Fütterungstechnik, Stallklima, Einstreu, Bewegung und täglichem Management.
Eine bedarfsgerechte Pferdefütterung richtet sich immer nach dem einzelnen Tier. Alter, Körpergewicht, Arbeitsleistung, Haltungsform, Kauvermögen und die Qualität des vorhandenen Grundfutters gehören zu den wichtigsten Faktoren der Rationsplanung. Auch die Art der Futtervorlage spielt eine Rolle: Stark staubende Komponenten, verschmutzte Futterstellen oder trocken ausgeschüttete Futtermittel können die Belastung der direkten Fressumgebung erhöhen.
Im Pferdefuttershop findest du ausgewählte Heucobs, Wiesencobs, strukturreiche Raufutterergänzungen, Mash, Kräutermischungen und weitere Ergänzungsfuttermittel für ein bewusst gestaltetes Fütterungsmanagement. Die Produkte sind kein Ersatz für eine tierärztliche Untersuchung oder Behandlung, können aber passend zur individuellen Gesamtration ausgewählt werden.
Hochwertiges Raufutter als Basis der Pferderation
Raufutter bildet die Grundlage einer pferdegerechten Fütterung. Heu und andere geeignete Raufuttermittel liefern strukturreiche Fasern und ermöglichen lange Fresszeiten. Neben der angebotenen Menge sind insbesondere die hygienische Beschaffenheit, der Erntezeitpunkt, die Lagerung und die Nährstoffzusammensetzung zu beachten.
Gutes Heu sollte sauber, trocken und frei von sichtbarem Schimmel, übermäßiger Staubentwicklung sowie Fremdkörpern sein. Ein muffiger Geruch, verklebte Stellen oder auffällige Verfärbungen können auf Qualitätsmängel hinweisen. Ungeeignetes oder verdorbenes Raufutter sollte nicht verfüttert werden. Bei Unsicherheiten kann eine Untersuchung des Heus zusätzliche Informationen zur hygienischen und analytischen Qualität liefern.
Die benötigte Raufuttermenge hängt unter anderem von Körpergewicht, Weidegang, Arbeitsleistung und Gesamtration ab. Häufig wird zur Orientierung mit mindestens etwa 1,5 Kilogramm Raufutter-Trockensubstanz je 100 Kilogramm Körpergewicht und Tag gerechnet. Der individuelle Bedarf kann davon abweichen und sollte bei Bedarf fachlich berechnet werden.
Auch die Futtervorlage verdient Aufmerksamkeit. Heu sollte möglichst nicht direkt neben dem Pferd aufgeschüttelt werden. Futterplätze, Heuraufen und Netze müssen regelmäßig gereinigt werden, damit sich alte Futterreste, Staub und Verunreinigungen nicht ansammeln.
Staubarme Raufutteralternativen wie Heucobs und Wiesencobs
Ist die hygienische Qualität des vorhandenen Heus nicht ausreichend oder soll die trockene Staubentwicklung bei der Futtervorlage reduziert werden, können Heucobs, Wiesencobs und vergleichbare Raufutterprodukte eine passende Ergänzung der Ration sein. Je nach Produkt lassen sie sich als Teilersatz oder in fachlich abgestimmten Fällen als größerer Bestandteil der Raufutterration einsetzen.
Heucobs bestehen in der Regel aus getrocknetem und zerkleinertem Wiesengras, das anschließend zu Cobs gepresst wird. Die genaue Zusammensetzung, Struktur und Nährstoffdichte unterscheiden sich je nach Hersteller, Pflanzenbestand und Erntezeitpunkt. Deshalb sollten Deklaration, analytische Bestandteile und Fütterungsempfehlung stets sorgfältig gelesen werden.
Viele Cobs müssen vor der Fütterung mit ausreichend Wasser eingeweicht werden. Dabei sind die Angaben des Herstellers zu Wassermenge und Quellzeit verbindlich zu beachten. Das fertige Futter sollte vollständig aufgequollen, gut durchfeuchtet und auf eine geeignete Fütterungstemperatur abgekühlt sein. Eingeweichte Futtermittel sollten frisch zubereitet und nicht über längere Zeit bei warmer Umgebung gelagert werden.
Für ältere Pferde, Pferde mit eingeschränkter Kauleistung oder Tiere, die grobstängeliges Heu nur unzureichend aufnehmen, können eingeweichte Raufutterprodukte ebenfalls eine geeignete Rationskomponente darstellen. Ihre Menge muss jedoch zur restlichen Fütterung und zum tatsächlichen Energiebedarf passen.
Befeuchten, Einweichen und Bedampfen richtig einordnen
Je nach Raufutterqualität und betrieblichem Management werden unterschiedliche Verfahren genutzt, um die trockene Staubentwicklung bei der Heufütterung zu reduzieren. Dazu gehören das Anfeuchten, vollständige Einweichen oder Bedampfen von Heu. Die Verfahren unterscheiden sich hinsichtlich Aufwand, Wasserverbrauch, Temperatur und Einfluss auf das Futtermittel.
Ein kurzes Befeuchten bindet lose Partikel nur vorübergehend. Vollständig eingeweichtes Heu muss hygienisch verarbeitet und zeitnah verfüttert werden. Das verwendete Wasser sollte anschließend so entsorgt werden, dass Pferde es nicht aufnehmen können und keine unnötige Verschmutzung im Stallbereich entsteht.
Beim Bedampfen von Heu sind die Bedienungs- und Reinigungshinweise des Geräteherstellers zu beachten. Behälter, Schläuche und andere wasserführende Teile müssen regelmäßig gereinigt und vollständig getrocknet werden. Unabhängig von der gewählten Methode gilt: Sichtbar verdorbenes oder stark schimmelbelastetes Heu wird durch Befeuchten, Einweichen oder Bedampfen nicht zu einem geeigneten Futtermittel.
Auch Krippenfutter kann vor der Fütterung angefeuchtet werden, sofern die Produkteigenschaften und Herstellerangaben dies zulassen. Sehr feine oder pulverförmige Futtermittel lassen sich häufig besser verfüttern, wenn sie gleichmäßig mit Wasser vermischt werden. Feuchtes Futter sollte jedoch stets frisch angeboten und nicht über längere Zeit im Trog stehen gelassen werden.
Kräutermischungen für Pferde bewusst auswählen
Kräuter für Pferde werden als Einzelfuttermittel oder in unterschiedlichen Kräutermischungen angeboten. Produkte rund um ein bewusstes Fütterungsmanagement enthalten beispielsweise Thymian, Spitzwegerich, Fenchel, Anis, Süßholzwurzel oder weitere pflanzliche Zutaten. Solche Mischungen können die tägliche Ration geschmacklich und ernährungsphysiologisch ergänzen. Sie sind jedoch keine Arzneimittel und dürfen nicht als Behandlung für Husten, Atemwegserkrankungen oder andere gesundheitliche Beschwerden verstanden werden.
Bei der Produktauswahl sind eine transparente Deklaration, die vorgesehene Tierart, die empfohlene Tagesmenge und die angegebene Fütterungsdauer wichtig. Pflanzliche Zutaten enthalten von Natur aus unterschiedliche Inhaltsstoffe und sollten deshalb nicht wahllos miteinander kombiniert oder dauerhaft in unbegrenzten Mengen verfüttert werden.
Wer mehrere Kräutermischungen, Müslis oder Ergänzungsfuttermittel gleichzeitig einsetzt, sollte die Zusammensetzungen miteinander vergleichen. Auf diese Weise lässt sich vermeiden, dass einzelne Kräuter oder Zusatzstoffe unbeabsichtigt mehrfach gefüttert werden.
Bei tragenden oder laktierenden Stuten, Fohlen, bekannten Unverträglichkeiten, bestehenden Erkrankungen oder gleichzeitiger Medikamentengabe sollte die Kräuterfütterung vorab mit einer Tierärztin oder einem Tierarzt abgestimmt werden. Für Turnierpferde sind außerdem die jeweils aktuellen Anti-Doping- und Karenzzeitbestimmungen zu prüfen.
Mash und faserreiche Ergänzungsfuttermittel passend einsetzen
Mash ist ein mit Wasser zubereitetes Ergänzungsfuttermittel, dessen Zusammensetzung je nach Produkt stark variieren kann. Klassische Rezepturen enthalten häufig Kleie, Leinsaat, Getreide und weitere Komponenten. Moderne getreidefreie Mash-Produkte basieren dagegen oft auf Gräsern, Rübenschnitzeln, Leinsamenprodukten oder anderen faserreichen Zutaten.
Für die Auswahl sind nicht allein Produktname und Konsistenz entscheidend. Auch Energiegehalt, Stärke, Zucker, Rohfaser, Protein sowie enthaltene Mineralstoffe und Zusatzstoffe sollten zur Gesamtration passen. Ein energiereiches Mash ist beispielsweise nicht automatisch für ein leichtfuttriges Pferd geeignet. Umgekehrt kann ein energiearmes Faser-Mash bei Pferden mit höherem Leistungsbedarf lediglich eine von mehreren Rationskomponenten darstellen.
Mash, Rübenschnitzel und andere quellfähige Futtermittel müssen entsprechend den Herstellerangaben zubereitet werden. Wassermenge, Quellzeit, Fütterungstemperatur und maximale Tagesration sind sorgfältig einzuhalten. Produkte mit abweichenden Zubereitungshinweisen sollten nicht nach einem pauschalen Standardschema angesetzt werden.
Strukturreiche Fasermischungen, eingeweichte Cobs und geeignete Mash-Sorten können außerdem dazu beitragen, sehr feine Bestandteile des Krippenfutters zu binden. Die fertige Mahlzeit sollte gleichmäßig durchfeuchtet sein und unmittelbar nach der Zubereitung angeboten werden.
Stallklima, Einstreu und Fütterungsabläufe gemeinsam betrachten
Ein bewusstes Management rund um die Atemwege endet nicht am Futtertrog. Regelmäßiger Luftaustausch, geeignete Einstreu, saubere Liegeflächen und möglichst geringe Staubentwicklung bei der Stallarbeit gehören ebenfalls dazu. Beim Kehren, Einstreuen, Ausmisten oder Verteilen von Heu können Partikel aufgewirbelt werden und längere Zeit in der Stallluft verbleiben.
Wenn es die betrieblichen Abläufe erlauben, sollten Pferde während besonders staubintensiver Arbeiten nicht unmittelbar in der Stallgasse oder Box stehen. Futter- und Einstreulager sind möglichst getrennt vom direkten Aufenthaltsbereich der Pferde zu organisieren. Auch Heu, Stroh und andere trockene Materialien sollten so bewegt werden, dass möglichst wenig Staub in die Fress- und Ruhebereiche gelangt.
Geeignete Einstreuprodukte können je nach Haltungsform beispielsweise Holzspäne, Strohpellets, Leinenstroh oder andere aufbereitete Materialien sein. Welche Einstreu passt, hängt unter anderem von Boxensystem, Mistentsorgung, Liegeverhalten und betrieblichem Arbeitsablauf ab. Die Bezeichnung „staubarm“ bedeutet dabei nicht vollständig staubfrei.
Tägliche Bewegung und möglichst viel Zeit an der frischen Luft gehören ebenfalls zu einem pferdegerechten Haltungskonzept. Gleichzeitig sollten Witterung, Weidequalität, Gruppenzusammensetzung und individuelle Belastbarkeit des Pferdes berücksichtigt werden.
Pferdefutter für staubarmes Management online auswählen
Im Pferdefuttershop findest du eine vielseitige Auswahl an Produkten für eine bedarfsgerechte und bewusst gestaltete Pferderation. Das Sortiment reicht von Heucobs und Wiesencobs über strukturreiche Faserprodukte und Mash bis zu Kräutermischungen, Mineralfutter und weiteren Ergänzungsfuttermitteln.
Achte bei der Auswahl darauf, dass jedes Produkt zum tatsächlichen Bedarf deines Pferdes und zu den bereits eingesetzten Futtermitteln passt. Zusammensetzung, analytische Bestandteile, Zusatzstoffe, Zubereitungshinweise und empfohlene Tagesmenge liefern wichtige Informationen für den Einsatz. Bei mehreren Ergänzungsfuttermitteln sollten mögliche Überschneidungen berücksichtigt werden.
Neue Futtermittel werden grundsätzlich schrittweise in die Ration aufgenommen. Beobachte während einer Futterumstellung unter anderem Futteraufnahme, Körpergewicht, Kotbeschaffenheit, Trinkverhalten und allgemeines Verhalten. Eine Heuanalyse und professionelle Rationsberechnung können dabei helfen, die Fütterung genauer an Grundfutter, Arbeitsleistung und Haltungsform anzupassen.
Husten, auffällige Atemgeräusche, Nasenausfluss, Fieber, deutlich erhöhte Atemfrequenz, Fressunlust oder ein anhaltender Leistungsabfall müssen tierärztlich abgeklärt werden. Ergänzungsfuttermittel sind nicht zur Diagnose, Vorbeugung oder Behandlung von Erkrankungen bestimmt.
Entdecke jetzt Pferdefutter für staubarmes Fütterungsmanagement und stelle die Ration passend zu den individuellen Anforderungen deines Pferdes zusammen.