Pferdefutter für sensible Verdauung – rohfaserreiche und bedarfsgerechte Fütterung
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Fütterung bei sensibler Pferdeverdauung bewusst gestalten
Kotwasser, weicher Kot oder wiederkehrende Verdauungsauffälligkeiten können unterschiedliche Ursachen haben. Neben der Zusammensetzung der Ration kommen unter anderem die Raufutterqualität, Fresspausen, Veränderungen im Stallalltag, die Wasseraufnahme, die Zahngesundheit oder ein zu schneller Futterwechsel als Einflussfaktoren infrage.
Futtermittel ersetzen dabei weder eine tierärztliche Untersuchung noch eine gezielte Ursachenabklärung. Treten Durchfall, Koliksymptome, Fieber, Appetitverlust oder deutliche Veränderungen des Allgemeinzustands auf, sollte umgehend tierärztlicher Rat eingeholt werden.
Für Pferde mit sensibler Verdauung empfiehlt sich grundsätzlich eine übersichtliche, bedarfsgerecht berechnete und rohfaserbetonte Ration. Im Pferdefuttershop findest du ausgewählte Raufutterprodukte, Heucobs, stärkearme Müslis, getreidefreie Pferdefutter, Mash sowie Ergänzungsfuttermittel, die sich in eine angepasste Fütterung integrieren lassen.
Warum die Verdauung des Pferdes besondere Aufmerksamkeit braucht
Pferde sind von Natur aus auf die regelmäßige Aufnahme kleiner Mengen strukturreicher Nahrung eingestellt. Ihr Verdauungssystem ist daher eng an lange Fresszeiten und eine kontinuierliche Versorgung mit Raufutter angepasst. Große Einzelportionen, lange Fresspausen oder abrupte Veränderungen der Ration entsprechen diesem natürlichen Fressverhalten nur bedingt.
Besonders im Dickdarm werden schwer verdauliche Pflanzenfasern durch Mikroorganismen verwertet. Die Zusammensetzung der Gesamtration, die tägliche Futtermenge und die Verteilung der Mahlzeiten spielen deshalb eine wichtige Rolle bei der Pferdefütterung.
Zu den häufigen Herausforderungen in der Rationsgestaltung gehören:
- große Kraftfutterportionen pro Mahlzeit
- hohe Stärke- oder Zuckergehalte
- lange Pausen ohne Raufutter
- schnelle Futterumstellungen
- schwankende Heuqualität
- hygienisch auffälliges oder verdorbenes Futter
- zu geringe Wasseraufnahme
- eine nicht bedarfsgerechte Mineralstoffversorgung
Eine sorgfältige Bestandsaufnahme der gesamten Fütterung ist meist sinnvoller, als lediglich ein einzelnes Futtermittel auszutauschen.
Raufutter als Basis einer pferdegerechten Ration
Hygienisch einwandfreies und zur individuellen Situation passendes Raufutter bildet die Grundlage der täglichen Pferdefütterung. Die benötigte Menge richtet sich unter anderem nach Körpergewicht, Haltung, Arbeitsleistung, Alter, Ernährungszustand und Qualität des vorhandenen Futters.
Neben der reinen Futtermenge sind insbesondere die hygienische Beschaffenheit, der Rohfasergehalt und die Verteilung über den Tag zu beachten. Das Heu sollte frei von sichtbarem Schimmel, ungewöhnlichem Geruch und deutlichen Verunreinigungen sein. Auch stark staubendes oder erhitztes Raufutter gehört nicht in die Futterraufe.
Zur Verlängerung der Fresszeiten können – abhängig vom Pferd und vom Haltungssystem – geeignete Fütterungslösungen wie engmaschige Heunetze oder mehrere Futterstellen eingesetzt werden. Dabei muss stets darauf geachtet werden, dass die Produkte sicher befestigt sind und keine Verletzungsgefahr entsteht.
Steht nicht ausreichend geeignetes Heu zur Verfügung oder benötigt ein Pferd eine eingeweichte Faserquelle, können Heucobs oder andere Raufutterprodukte die Ration ergänzen. Sie müssen entsprechend den Herstellerangaben zubereitet und in die tägliche Gesamtmenge eingerechnet werden.
Stärke- und zuckerbewusste Pferdefütterung
Kraftfutter sollte nicht pauschal, sondern passend zum tatsächlichen Energie- und Nährstoffbedarf ausgewählt werden. Pferde in leichter Arbeit benötigen häufig deutlich weniger energiereiches Kraftfutter als angenommen. Eine Rationsberechnung kann dabei helfen, Über- oder Unterversorgungen zu vermeiden.
Für eine stärke- und zuckerbewusste Fütterung stehen verschiedene Produktarten zur Verfügung:
- getreidefreie Pferdemüslis
- stärkearme Müslis und Pellets
- rohfaserreiche Strukturmischungen
- unmelassierte Raufutterprodukte
- energiearme Futtermittel für leichtfuttrige Pferde
- höherenergetische Faserprodukte für Pferde mit Mehrbedarf
Größere Kraftfuttermengen sollten auf mehrere kleine Mahlzeiten verteilt werden. Auch vermeintlich kleine Zugaben wie Leckerlis, Brot, Obst oder stark zuckerhaltige Futtermittel müssen bei der Beurteilung der Gesamtration berücksichtigt werden.
Angaben wie „getreidefrei“, „melassefrei“ oder „stärkearm“ sollten immer zusammen mit der vollständigen Deklaration und den analytischen Bestandteilen betrachtet werden. Entscheidend ist nicht allein die Produktbezeichnung, sondern die tatsächliche Zusammensetzung des Futters.
Heucobs, Faserprodukte und eingeweichte Futtermittel
Heucobs und andere eingeweichte Raufutterprodukte sind vielseitige Bausteine der Pferdefütterung. Sie können beispielsweise verwendet werden, wenn Pferde altersbedingt Schwierigkeiten beim Zerkleinern von langstieligem Raufutter haben, wenn die vorhandene Heuration ergänzt werden soll oder wenn eine zusätzliche eingeweichte Mahlzeit gewünscht ist.
Je nach Produkt unterscheiden sich Heucobs deutlich hinsichtlich Ausgangsmaterial, Struktur, Energiegehalt, Proteingehalt und Einweichzeit. Die Fütterungsempfehlungen des Herstellers sollten daher genau beachtet werden. Unzureichend eingeweichte Produkte können insbesondere bei hastig fressenden Pferden problematisch sein.
Auch weitere Faserkomponenten wie Wiesencobs, Esparsette, Luzerne oder Rübenschnitzel können Bestandteil einer Ration sein. Welche Faserquelle geeignet ist, hängt von der restlichen Fütterung und dem individuellen Bedarf des Pferdes ab.
Bei Kotwasser oder weichem Kot sollte nicht automatisch davon ausgegangen werden, dass ein bestimmtes Faserprodukt die Ursache beseitigt. Sinnvoll ist zunächst eine strukturierte Überprüfung von Raufutter, Weidemanagement, Wasseraufnahme, Haltung, Fütterungszeiten und möglichen gesundheitlichen Einflussfaktoren.
Mash und Ergänzungsfutter sinnvoll auswählen
Mash wird meist eingeweicht verfüttert und kann je nach Zusammensetzung eine schmackhafte Ergänzung des Speiseplans darstellen. Moderne Mash-Produkte unterscheiden sich erheblich: Neben klassischen Mischungen mit Weizenkleie und Leinsaat gibt es getreidefreie, melassefreie oder besonders rohfaserreiche Varianten.
Bei der Auswahl sollten die Zutatenliste, der Stärke- und Zuckergehalt sowie der vorgesehene Verwendungszweck berücksichtigt werden. Mash ist kein Arzneimittel und sollte nicht als Behandlung bei Koliken, Durchfall oder anderen Erkrankungen eingesetzt werden. Nach akuten Verdauungsproblemen erfolgt die weitere Fütterung ausschließlich in Abstimmung mit der behandelnden Tierärztin oder dem behandelnden Tierarzt.
Ergänzungsfuttermittel können unter anderem folgende ernährungsphysiologische Bestandteile enthalten:
- Pektine und weitere pflanzliche Faserstoffe
- Leinsaat oder aufbereitete Leinsamenprodukte
- Bierhefe
- Inulin oder andere präbiotische Bestandteile
- zugelassene Mikroorganismen
- ausgewählte Kräuter und Pflanzenbestandteile
- Mineralstoffe und Spurenelemente
Nicht jedes Ergänzungsfuttermittel passt zu jeder Ration. Vor allem bei mehreren parallel gefütterten Produkten sollten Nährstoffüberschneidungen und die empfohlenen Tagesmengen berücksichtigt werden.
Futterumstellung, Wasser und Haltungsmanagement
Eine pferdegerechte Fütterung besteht nicht nur aus der Auswahl passender Produkte. Auch das tägliche Management beeinflusst, wie gleichmäßig und zuverlässig ein Pferd sein Futter aufnimmt.
Futterwechsel sollten schrittweise erfolgen. Neues Futter wird zunächst in kleinen Mengen unter das bisherige Futter gemischt und anschließend langsam gesteigert. Wie lange die Umstellung dauern sollte, hängt vom Produkt, der bisherigen Ration und dem einzelnen Pferd ab. Bei empfindlichen Pferden kann eine längere Übergangsphase sinnvoll sein.
Darüber hinaus sind folgende Punkte zu beachten:
- jederzeit Zugang zu sauberem, frischem Trinkwasser
- regelmäßige Kontrolle von Tränken und Wasserbehältern
- möglichst gleichmäßige Fütterungszeiten
- ausreichend Bewegung und freie Fortbewegung
- regelmäßige Zahnkontrollen
- bedarfsgerechtes Weide- und Anweidemanagement
- hygienische Lagerung sämtlicher Futtermittel
- tägliche Beobachtung von Fressverhalten und Kotbeschaffenheit
Ein Futtertagebuch kann dabei helfen, Veränderungen nachvollziehbar zu dokumentieren. Eingetragen werden können beispielsweise Futterwechsel, Weidezeiten, Trainingsbelastung, besondere Stresssituationen und Auffälligkeiten beim Kotabsatz.
Pferdefutter für sensible Verdauung online kaufen
Im Pferdefuttershop findest du eine vielseitige Auswahl an Futtermitteln für eine rohfaserreiche, stärke- und zuckerbewusste sowie individuell angepasste Pferdefütterung. Das Sortiment umfasst unter anderem Heucobs, Wiesencobs, getreidefreie Müslis, stärkearme Pferdefutter, Mash, Faserprodukte sowie ausgewählte Mineral- und Ergänzungsfuttermittel.
Mithilfe der Produktbeschreibungen und Deklarationen kannst du gezielt nach Eigenschaften wie getreidefrei, melassefrei, rohfaserreich oder stärkearm auswählen. Berücksichtige dabei immer die gesamte Tagesration und nicht nur ein einzelnes Produkt.
Bei länger anhaltendem Kotwasser, Durchfall, wiederkehrenden Koliksymptomen, vermindertem Appetit oder anderen deutlichen Auffälligkeiten ist eine tierärztliche Abklärung erforderlich. Anschließend kann die Fütterung gemeinsam mit einer qualifizierten Fachperson an den festgestellten Bedarf angepasst werden.
Entdecke jetzt Pferdefutter für sensible Verdauung und stelle die Ration deines Pferdes sorgfältig, bedarfsgerecht und passend zu Haltung, Leistung und individueller Situation zusammen.