Pferdefütterung im Herbst
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Inhalt: 20 Kilogramm (1,23 €* / 1 Kilogramm)
Inhalt: 20 Kilogramm (0,97 €* / 1 Kilogramm)
Inhalt: 20 Kilogramm (1,18 €* / 1 Kilogramm)
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Inhalt: 15 Kilogramm (1,77 €* / 1 Kilogramm)
Inhalt: 20 Kilogramm (1,54 €* / 1 Kilogramm)
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Inhalt: 15 Kilogramm (1,47 €* / 1 Kilogramm)
Herbstfütterung bei Pferden – Fütterung, Fellwechsel und Management in der Übergangszeit
Wenn die Tage kürzer werden, die Temperaturen sinken und die Weidesaison langsam ausläuft, verändert sich für viele Pferde auch der tägliche Fütterungs- und Haltungsablauf. Der Übergang vom Sommer zum Winter bringt mehrere Veränderungen gleichzeitig mit sich: Das Angebot an Weidegras nimmt ab, die Raufutterfütterung gewinnt an Bedeutung und parallel beginnt bei vielen Pferden der Fellwechsel.
Eine bedarfsgerechte Herbstfütterung beim Pferd sollte deshalb immer die gesamte Situation berücksichtigen. Grundfutter, Körpergewicht, Arbeitsleistung, Haltungsform, Alter, Fellwechsel, Futterverwertung und die Qualität des vorhandenen Heus spielen bei der Zusammenstellung der Ration eine wichtige Rolle.
Auch Pflege, Bewegung und Stallmanagement gehören zu einem bewusst gestalteten Herbstmanagement. Statt einzelne Futtermittel pauschal einzusetzen, lohnt es sich, die Ration Schritt für Schritt an die veränderten Bedingungen anzupassen.
Pferdefütterung im Herbst schrittweise umstellen
Mit dem Ende der Weidesaison verändert sich die Zusammensetzung der täglichen Pferderation. Frisches Weidegras wird zunehmend durch Heu und andere Raufutterkomponenten ersetzt. Dieser Übergang sollte nicht abrupt erfolgen.
Wie schnell die Umstellung notwendig ist, hängt unter anderem vom Weidemanagement, Pflanzenbestand, Wetter und tatsächlichen Grasangebot ab. Während manche Pferde im frühen Herbst noch mehrere Stunden täglich auf ausreichend bewachsenen Flächen stehen, ist bei anderen bereits deutlich früher eine umfangreichere Heufütterung erforderlich.
Raufutter bildet auch während dieser Übergangszeit die Basis der Pferdefütterung. Die angebotene Menge sollte zum Körpergewicht, zur verbleibenden Weideaufnahme und zur gesamten Ration passen.
Als Orientierung wird häufig mit mindestens etwa 1,5 Kilogramm Raufutter-Trockensubstanz je 100 Kilogramm Körpergewicht und Tag gerechnet. Der tatsächliche Bedarf kann abhängig von Pferd und Fütterungssituation abweichen.
Wer genauer wissen möchte, was das vorhandene Heu liefert, kann eine Heuanalyse durchführen lassen. Sie bietet Informationen über verschiedene Nährstoffgehalte und kann eine hilfreiche Grundlage für die weitere Rationsplanung sein.
Neue Futtermittel wie Heu, Heucobs, Mineralfutter, Mash oder andere Ergänzungsfuttermittel werden grundsätzlich schrittweise in die bestehende Ration aufgenommen.
Heu, Heucobs und faserreiche Futtermittel als Grundlage
Wenn das Weidegras im Herbst weniger wird, steigt die Bedeutung von hochwertigem Raufutter. Heu sollte sauber, trocken und frei von sichtbarem Schimmel, auffälligem Fremdgeruch und starken Verunreinigungen sein.
Neben der Qualität spielt auch die tatsächliche Menge eine Rolle. Heurationen werden leicht überschätzt, wenn sie ausschließlich nach Augenmaß zusammengestellt werden. Das regelmäßige Wiegen einzelner Portionen schafft eine bessere Grundlage für die Fütterungsplanung.
Auch die Fresszeiten sollten berücksichtigt werden. Je nach Haltung können mehrere Heuportionen, geeignete Raufen oder fachgerecht verwendete Heunetze helfen, die Raufutteraufnahme über einen längeren Zeitraum zu verteilen.
Heucobs und Wiesencobs können die Ration als faserreiche Komponente ergänzen. Sie bestehen je nach Produkt aus getrocknetem und zerkleinertem Wiesengras und unterscheiden sich hinsichtlich Zusammensetzung, Struktur, Energie, Protein und Zucker.
Insbesondere bei älteren Pferden oder Tieren mit eingeschränktem Kauvermögen können eingeweichte Raufutterprodukte eine Alternative für Teile der Ration darstellen. Wird langstängeliges Heu in größerem Umfang ersetzt, sollte die notwendige Menge passend zur gesamten Ration berechnet werden.
Viele Cobs müssen mit Wasser eingeweicht werden. Die Angaben des Herstellers zu Wassermenge, Quellzeit und Tagesration sind dabei zu beachten.
Fellwechsel und Nährstoffversorgung im Herbst
Bereits bevor die Temperaturen deutlich sinken, beginnt bei vielen Pferden der Übergang vom Sommer- zum Winterfell. Dabei spielen nicht nur die Außentemperaturen, sondern beispielsweise auch die kürzer werdenden Tage und individuelle Faktoren eine Rolle.
Während des Fellwechsels lohnt sich ein genauer Blick auf die gesamte Nährstoffversorgung. Energie, Protein, Aminosäuren, Mineralstoffe und Spurenelemente sollten in einer Menge vorhanden sein, die zum Grundfutter und zum individuellen Bedarf des Pferdes passt.
Je nach Zusammensetzung der Ration können unter anderem Mineralfutter, proteinreichere Futterkomponenten, Luzerne, Aminosäuren, Leinsamen oder Bierhefe eingesetzt werden.
Mineralfutter unterscheiden sich teilweise deutlich hinsichtlich ihrer Zusammensetzung. Je nach Produkt können beispielsweise Calcium, Phosphor, Magnesium, Zink, Kupfer, Mangan, Selen, Biotin oder verschiedene Vitamine enthalten sein.
Dabei gilt nicht automatisch, dass eine höhere Ergänzungsmenge besser ist. Wer ein mineralisiertes Müsli, Mineralfutter und zusätzliche Ergänzungsprodukte gleichzeitig einsetzt, sollte die Deklarationen miteinander vergleichen. So lassen sich unerwünschte Überschneidungen einzelner Nährstoffe leichter erkennen.
Eine Heuanalyse und professionelle Rationsberechnung können dabei helfen, Ergänzungsfuttermittel gezielter zur vorhandenen Grundration auszuwählen.
Energie, Mash, Öle und Mineralfutter passend auswählen
Mit sinkenden Temperaturen sollte die Kraftfuttermenge nicht automatisch erhöht werden. Entscheidend ist der tatsächliche Energiebedarf des einzelnen Pferdes.
Körpergewicht, Körperkondition, Haltungsform, Bewegung, Training und Grundfutterqualität sind hierfür wichtige Faktoren. Ein leichtfuttriges Freizeitpferd mit geringer Arbeitsleistung kann im Herbst eine andere Ration benötigen als ein regelmäßig trainiertes Sportpferd oder ein schwerfuttriges älteres Pferd.
Bei zusätzlichem Energiebedarf können je nach Gesamtration beispielsweise faserreiche Futtermittel, Rübenschnitzel, Reiskleie oder Pflanzenöle eingesetzt werden. Auch Luzerneprodukte und entsprechend zusammengesetzte Mischfuttermittel kommen je nach Pferd infrage.
Mash wird ebenfalls häufig in der Herbstfütterung verwendet. Die Zusammensetzung verschiedener Mash-Produkte kann allerdings stark variieren. Klassische Varianten enthalten beispielsweise Kleie, Leinsamen, Getreide und Kräuter, während getreidefreie Produkte häufig auf Grasfasern, Rübenschnitzeln oder anderen faserreichen Zutaten basieren.
Bei der Produktauswahl sollten deshalb Energiegehalt, Stärke, Zucker, Rohfaser, Protein, Fett, Mineralstoffe und Zusatzstoffe miteinander verglichen werden.
Eingeweichte Heucobs, Rübenschnitzel und Mash bringen außerdem zusätzlich Wasser in die Futterration. Der freie Zugang zu sauberem Trinkwasser muss unabhängig davon jederzeit gewährleistet bleiben.
Kräuter, Bewegung, Pflege und Stallmanagement im Herbst
Kräuter und Kräutermischungen werden im Herbst häufig als Ergänzung der Pferderation angeboten. Je nach Produkt enthalten sie beispielsweise Thymian, Spitzwegerich, Fenchel, Anis, Hagebutte, Brennnessel, Mariendistel oder andere pflanzliche Zutaten.
Solche Produkte können die tägliche Ration geschmacklich und ernährungsphysiologisch ergänzen. Sie sind jedoch keine Arzneimittel und sollten nicht zur Diagnose, Vorbeugung oder Behandlung von Erkrankungen eingesetzt werden.
Wer mehrere Mischfuttermittel, Kräuterprodukte und Ergänzungsfuttermittel parallel füttert, sollte die Zutatenlisten vergleichen. So lassen sich Mehrfachfütterungen einzelner pflanzlicher Komponenten leichter erkennen.
Neben der Fütterung gehört regelmäßige Bewegung zum täglichen Pferdemanagement. Wie viel und welche Bewegung geeignet ist, hängt von Alter, Trainingszustand, Haltung und Nutzung des Pferdes ab. Kürzere Tage und wechselhaftes Wetter können den Trainingsalltag im Herbst verändern.
Ausritte, Bodenarbeit, Longieren oder Training auf geeigneten Plätzen und in der Halle können je nach Pferd und verfügbaren Möglichkeiten miteinander kombiniert werden. Bei Ausritten in der Dämmerung sollte auf eine gute Sichtbarkeit von Pferd und Reiter geachtet werden.
Auch die Fellpflege nimmt während des Fellwechsels häufig mehr Zeit in Anspruch. Regelmäßiges Putzen entfernt lose Haare und bietet gleichzeitig die Möglichkeit, Fell, Haut, Beine und Hufe aufmerksam zu kontrollieren.
Nässe, Matsch und wechselnde Temperaturen sollten auch beim Stallmanagement berücksichtigt werden. Trockene und saubere Liegebereiche sind insbesondere bei Offenstall- und Paddockhaltungen wichtig. Stark beanspruchte Bereiche rund um Tränken, Heuraufen und Eingänge sollten regelmäßig kontrolliert werden.
Die Hufe können im Herbst längere Zeit mit feuchten oder matschigen Böden in Kontakt kommen. Regelmäßiges Auskratzen und eine fachgerechte Hufbearbeitung gehören deshalb weiterhin zum täglichen beziehungsweise planmäßigen Management.
Futterhygiene und individuelle Herbstfütterung
Feuchtigkeit, Kondenswasser und Temperaturschwankungen können sich im Herbst auf die Lagerung von Heu, Kraftfutter und Ergänzungsfuttermitteln auswirken. Eine saubere und trockene Futterlagerung gehört deshalb zu einem durchdachten Herbstmanagement.
Heu sollte trocken und gut belüftet gelagert werden. Sichtbar verschimmeltes, auffällig riechendes oder stark verunreinigtes Raufutter sollte nicht verfüttert werden.
Müsli, Pellets, Mineralfutter und weitere Trockenfuttermittel gehören in geeignete, saubere Lagerbehälter. Mash, eingeweichte Heucobs, Rübenschnitzel und andere feucht zubereitete Futtermittel sollten frisch angeboten und nicht unnötig lange stehen gelassen werden. Futtertröge, Eimer und weitere Gefäße sollten regelmäßig gereinigt werden.
Gleichzeitig sollte die Herbstfütterung immer zum jeweiligen Pferdetyp passen. Bei älteren Pferden können beispielsweise Kauvermögen und Futteraufnahme stärker berücksichtigt werden. Eingeweichte Heucobs oder Wiesencobs sowie geeignete Seniorenfutter können je nach Ration interessante Futterkomponenten darstellen.
Sport- und Turnierpferde benötigen eine Fütterung, die zur aktuellen Trainingsbelastung passt. Wird im Herbst weniger gearbeitet, sollte auch die Energiezufuhr überprüft werden. Leichtfuttrige Pferde benötigen dagegen nicht automatisch energiereiche Ergänzungen, nur weil die Temperaturen sinken.
Unabhängig von Haltung und Nutzung lohnt sich die regelmäßige Kontrolle von Körpergewicht und Körperkondition. Ein Gewichtsmaßband kann dabei helfen, Veränderungen über mehrere Wochen nachvollziehbar zu dokumentieren.
Während einer Futterumstellung können außerdem Futteraufnahme, Trinkverhalten, Kotbeschaffenheit und allgemeines Verhalten beobachtet werden.
Pferdefutter für die Herbstfütterung online auswählen
Im Pferdefuttershop findest du eine vielseitige Auswahl an Produkten für eine bedarfsgerechte und bewusst zusammengestellte Herbstfütterung. Das Sortiment reicht von Heucobs, Wiesencobs und strukturreichen Raufutterprodukten über Mash, Luzerne und Rübenschnitzel bis zu Mineralfutter, Ölen, Kräutermischungen, Aminosäuren, Seniorenfutter und weiteren Ergänzungsfuttermitteln.
Damit kannst du die Pferdefütterung passend zum Übergang von der Weide- zur Winterration zusammenstellen. Ob du zusätzliche Raufutterkomponenten suchst, die Energiezufuhr anpassen möchtest, ein Mineralfutter auswählst oder die Ration eines Senioren-, Freizeit- oder Sportpferdes planst – entscheidend ist immer, dass das gewählte Pferdefutter zum tatsächlichen Bedarf und zu den bereits eingesetzten Futtermitteln passt.
Achte bei der Auswahl auf Zusammensetzung, analytische Bestandteile, Zusatzstoffe, Energiegehalt, Stärke, Zucker, Rohfaser, Protein, Zubereitungshinweise und die empfohlene Tagesmenge. Werden mehrere Ergänzungsfuttermittel eingesetzt, sollten mögliche Überschneidungen bei einzelnen Zutaten und Nährstoffen berücksichtigt werden.
Neue Futtermittel werden grundsätzlich schrittweise in die bestehende Ration aufgenommen. Beobachte während einer Futterumstellung unter anderem Futteraufnahme, Körpergewicht, Kotbeschaffenheit, Trinkverhalten und allgemeines Verhalten. Eine Heuanalyse und professionelle Rationsberechnung können zusätzliche Informationen liefern, um Grundfutter, Arbeitsleistung, Haltungsform und ergänzende Futtermittel genauer aufeinander abzustimmen.
Bei deutlichem Gewichtsverlust, Fressunlust, Problemen beim Kauen oder anderen gesundheitlichen Auffälligkeiten sollte eine Tierärztin oder ein Tierarzt hinzugezogen werden. Ergänzungsfuttermittel sind nicht zur Diagnose, Vorbeugung oder Behandlung von Erkrankungen bestimmt.
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