Pferdefutter für den Fellwechsel
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Fellwechsel beim Pferd: eine besondere Phase im Jahresverlauf
Im Frühjahr und Herbst passt sich das Haarkleid des Pferdes an die neue Jahreszeit an. Während das Winterfell abgestoßen und das Sommerfell gebildet wird – oder umgekehrt –, verändert sich bei vielen Pferden nicht nur das äußere Erscheinungsbild. Auch Fressverhalten, Aktivität und der individuelle Futterbedarf können in dieser Zeit anders ausfallen als während des restlichen Jahres.
Eine pauschale „Fellwechsel-Kur“ ist deshalb nicht für jedes Pferd notwendig. Entscheidend ist vielmehr, die gesamte Ration zu betrachten und sie an Alter, Körpergewicht, Haltungsform, Arbeitsleistung und Fütterungszustand anzupassen. Hochwertiges Raufutter, ein bedarfsgerecht ausgewähltes Mineralfutter und passende Ergänzungsfuttermittel können dazu beitragen, die Versorgung während des Fellwechsels sinnvoll zu gestalten.
Im Pferdefuttershop findest du ausgewählte Produkte für die saisonale Pferdefütterung – von Mineralfutter und Aminosäuren bis zu Raufutterergänzungen, Mash und getreidefreien Futtermitteln.
Welche Nährstoffe sind während des Fellwechsels relevant?
Pferdehaar besteht zu einem großen Teil aus Keratin. Für die Bildung dieses Strukturproteins benötigt der Organismus unter anderem Eiweiß und verschiedene Aminosäuren. Darüber hinaus spielen Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine eine wichtige Rolle innerhalb der normalen Stoffwechsel- und Ernährungsprozesse.
Bei der Zusammenstellung der Ration können insbesondere folgende Nährstoffe berücksichtigt werden:
- hochwertige und gut verwertbare Proteinquellen
- essenzielle Aminosäuren wie Lysin und Methionin
- Spurenelemente wie Zink, Kupfer und Selen
- ausgewählte Vitamine, abhängig von der Gesamtration
- essenzielle Fettsäuren aus geeigneten Futtermitteln
Mehr ist dabei nicht automatisch besser. Spurenelemente und Vitamine sollten weder wahllos kombiniert noch dauerhaft überdosiert werden. Die passende Menge richtet sich nach der Versorgung durch Heu, Weide, Kraftfutter und weitere Ergänzungsfuttermittel. Eine Rationsberechnung oder Heuanalyse kann dabei helfen, die vorhandene Nährstoffzufuhr realistisch einzuschätzen.
Raufutter als Grundlage der Pferdefütterung im Fellwechsel
Hochwertiges Raufutter bildet auch während des Fellwechsels die Basis einer ausgewogenen Pferderation. Wie viel Heu ein Pferd benötigt, hängt unter anderem von Körpergewicht, Energiebedarf, Haltungsbedingungen und der übrigen Fütterung ab. Zusätzlich sind die hygienische Qualität, der Trockensubstanzgehalt und die Nährstoffzusammensetzung des Raufutters zu beachten.
Ist die Heuaufnahme eingeschränkt oder soll die Ration um strukturreiche Komponenten ergänzt werden, kommen beispielsweise folgende Futtermittel infrage:
- Heucobs und Wiesencobs
- Raufuttercobs und Raufuttermischungen
- strukturreiche Häckselprodukte
- Luzernecobs oder Luzernehäcksel
- eingeweichte Faserprodukte für ältere Pferde
Heucobs und ähnliche Produkte müssen entsprechend den Herstellerangaben zubereitet werden. Viele Cobs sollten vor der Fütterung vollständig eingeweicht werden. Die jeweilige Fütterungsempfehlung auf der Verpackung ist daher stets zu beachten.
Proteine und Aminosäuren bedarfsgerecht auswählen
Der Proteinbedarf eines Pferdes hängt nicht allein vom Fellwechsel ab. Auch Alter, Wachstum, Training, Zucht, Körperzustand und die Qualität des Grundfutters beeinflussen die benötigte Menge und Zusammensetzung. Besonders relevant ist nicht nur der Rohproteingehalt, sondern auch die Versorgung mit essenziellen Aminosäuren.
Geeignete Protein- und Aminosäurequellen können beispielsweise sein:
- Luzerneprodukte
- Esparsette
- ausgewählte proteinreiche Einzelfuttermittel
- Ergänzungsfutter mit Lysin und Methionin
- Aminosäurenprodukte für Pferde
- Bierhefe und bierhefehaltige Futtermittel
Die Auswahl sollte zum gesamten Futterplan passen. Ein bereits ausreichend versorgtes Pferd benötigt nicht automatisch zusätzliche Proteinprodukte. Bei älteren Pferden, Pferden mit geringer Muskulatur oder Tieren mit besonderen Anforderungen empfiehlt sich eine individuelle Beurteilung der Ration, gegebenenfalls gemeinsam mit einer qualifizierten Futterberatung oder tierärztlichen Fachperson.
Mineralfutter mit Zink, Kupfer und Selen vergleichen
Mineralfutter ergänzt die Grundration mit Mineralstoffen, Spurenelementen und – je nach Produkt – Vitaminen. Während des Fellwechsels werden häufig Produkte mit Zink, Kupfer, Selen, Biotin oder ausgewählten B-Vitaminen gesucht. Welche Zusammensetzung geeignet ist, hängt jedoch davon ab, welche Nährstoffe bereits über Heu, Weide, Kraftfutter und andere Ergänzungen aufgenommen werden.
Beim Kauf eines Mineralfutters für Pferde solltest du auf folgende Punkte achten:
- Deklaration der enthaltenen Mineralstoffe und Spurenelemente
- empfohlene Tagesmenge für das Körpergewicht des Pferdes
- Kombination mit bereits gefütterten Produkten
- Energie-, Stärke- und Zuckergehalt
- Eignung für die jeweilige Ration und Haltungsform
- mögliche Überschneidungen bei Selen, Zink und fettlöslichen Vitaminen
Besonders bei Selen ist eine unkontrollierte Mehrfachversorgung zu vermeiden. Werden mehrere mineralisierte Futtermittel gleichzeitig eingesetzt, sollten deren Nährstoffgehalte gemeinsam betrachtet werden. So lässt sich ein Mineralfutter auswählen, das die vorhandene Ration gezielt ergänzt, statt einzelne Nährstoffe unnötig zu vervielfachen.
Kraftfutter, getreidefreie Produkte und Öle richtig einsetzen
Nicht jedes Pferd benötigt während des Fellwechsels mehr Kraftfutter. Pferde mit geringem Energiebedarf können häufig weiterhin mit einer raufutterbasierten Ration und einem passenden Mineralfutter gefüttert werden. Bei Sportpferden, schwerfuttrigen Pferden oder Tieren mit erhöhtem Energiebedarf kann hingegen eine Anpassung der Energiezufuhr sinnvoll sein.
Zur Auswahl stehen unter anderem:
- strukturreiche Pferdemüslis
- getreidefreie Pferdefutter
- rohfaserreiche Pellets
- stärkearme Ergänzungsfuttermittel
- Luzerne- und Esparsetteprodukte
- ausgewählte Pflanzenöle für Pferde
Auch ölhaltige Futtermittel wie Leinsamenprodukte oder Leinöl werden häufig in saisonalen Futterplänen verwendet. Dabei sollten die empfohlene Tagesmenge, die schrittweise Gewöhnung und die zusätzliche Energiezufuhr berücksichtigt werden. Entscheidend bleibt stets die Gesamtbilanz der Ration – nicht die Anzahl der eingesetzten Einzelprodukte.
Mash und eingeweichte Futtermittel abwechslungsreich füttern
Mash ist eine eingeweichte Mahlzeit, die von vielen Pferden gern gefressen wird. Je nach Zusammensetzung enthält es beispielsweise Kleie, Leinsamenprodukte, Faserkomponenten, Kräuter oder Getreide. Es kann als gelegentliche Ergänzung, als schmackhafte Zwischenmahlzeit oder zur Verabreichung zusätzlicher Flüssigkeit eingesetzt werden.
Für Pferde, die getreidefrei oder stärkearm gefüttert werden, sind entsprechende Mash-Sorten erhältlich. Auch Produkte ohne Melasse oder mit einem hohen Anteil strukturreicher Zutaten können je nach Futterplan eine passende Wahl sein.
Bei der Zubereitung gelten immer die Herstellerangaben. Einweichzeit, Wassertemperatur, Fütterungsmenge und Häufigkeit können sich von Produkt zu Produkt unterscheiden. Mash ersetzt zudem weder hochwertiges Raufutter noch ein individuell abgestimmtes Mineralfutter. Es sollte als Bestandteil der Gesamtration betrachtet werden..
Passendes Fellwechsel-Futter für dein Pferd online kaufen
In unserer Kategorie Pferdefutter für den Fellwechsel findest du verschiedene Futtermittel für eine saisonal angepasste Ration. Dazu gehören Mineralfutter, Ergänzungsfutter mit Aminosäuren, Raufuttercobs, Luzerne, Esparsette, Mash, Bierhefe, Leinsamenprodukte sowie getreidefreie und stärkearme Futtervarianten.
Achte bei der Produktauswahl auf die Deklaration, die empfohlene Fütterungsmenge und die bereits eingesetzten Futtermittel. Idealerweise wird die Ration frühzeitig überprüft, bevor der sichtbare Haarwechsel vollständig eingesetzt hat. So bleibt genügend Zeit, neue Futtermittel langsam einzuführen und die Akzeptanz zu beobachten.
Entdecke jetzt ausgewähltes Pferdefutter für den Fellwechsel und stelle die Produkte passend zu Grundfutter, Körpergewicht, Arbeitsleistung und individuellen Anforderungen deines Pferdes zusammen. Bei Unsicherheiten zur Versorgung oder bei auffälligen Veränderungen des Allgemeinzustands sollte fachlicher beziehungsweise tierärztlicher Rat eingeholt werden.