Pferdefutter bei EMS – zucker- und stärkearme Produkte für eine angepasste Ration
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Angepasste Pferdefütterung bei EMS
Das Equine Metabolische Syndrom, kurz EMS, stellt besondere Anforderungen an die Zusammenstellung der täglichen Pferderation. Häufig betrifft es leichtfuttrige Pferde, Ponys und Robustrassen, die bereits mit vergleichsweise kleinen Futtermengen ihren Energiebedarf decken. Bei diagnostiziertem EMS sollte die gesamte Fütterung deshalb gemeinsam mit dem behandelnden Tierarzt oder einer qualifizierten Futterberatung überprüft werden.
Im Mittelpunkt steht eine bedarfsgerechte Ration mit kontrolliertem Energiegehalt sowie möglichst niedrigen Zucker- und Stärkeanteilen. Neben dem passenden Pferdefutter spielen auch die Qualität des Raufutters, die Fressdauer, die Haltung, das Bewegungsmanagement und die regelmäßige Beurteilung des Ernährungszustands eine wichtige Rolle.
Im Pferdefuttershop findest du ausgewählte Futtermittel für Pferde mit besonderen Anforderungen an die Energie-, Zucker- und Stärkeversorgung. Dazu gehören strukturreiche Raufutterergänzungen, getreidefreie Müslis, zuckerarme Heucobs, energiearme Mineralfutter und weitere Produkte für eine kontrollierte Rationsgestaltung.
EMS beim Pferd: Besonderheiten der Rationsplanung
EMS ist eine tierärztlich zu diagnostizierende Stoffwechselerkrankung. Sichtbare Fettpolster, beispielsweise am Mähnenkamm, an der Schulter oder im Bereich der Kruppe, können ein Anlass sein, den Ernährungszustand und die Fütterung fachlich beurteilen zu lassen. Auch normalgewichtig erscheinende Pferde können auffällige regionale Fettdepots aufweisen.
Eine Diagnose sollte nicht allein anhand äußerer Merkmale gestellt werden. Bei einem entsprechenden Verdacht sind eine tierärztliche Untersuchung und gegebenenfalls geeignete Laboruntersuchungen erforderlich. Besonders bei bestehenden Erkrankungen, akuten Beschwerden oder einer Hufrehe gehört die Fütterungsplanung in tierärztliche Hände.
Für die praktische Rationsgestaltung bedeutet EMS vor allem, vermeidbare Zucker-, Stärke- und Energiequellen konsequent zu identifizieren. Die Angaben auf dem Futtermittelsack, die analytischen Bestandteile sowie die empfohlene Tagesmenge helfen dabei, Produkte miteinander zu vergleichen. Entscheidend ist jedoch nicht nur ein einzelnes Futtermittel, sondern die gesamte Tagesration einschließlich Heu, Weidegras, Ergänzungsfutter und Leckerlis.
Zuckerarmes Raufutter als Basis der Pferderation
Raufutter bildet auch bei Pferden mit EMS die Grundlage der täglichen Fütterung. Seine Zusammensetzung kann jedoch erheblich schwanken. Der Zucker-, Fruktan-, Rohfaser- und Energiegehalt hängt unter anderem von der Grassorte, dem Erntezeitpunkt, der Witterung, der Düngung und der Lagerung ab.
Eine Raufutteranalyse liefert die verlässlichste Grundlage für die Berechnung der Ration. Anhand der Analysewerte lässt sich besser beurteilen, ob das vorhandene Heu zu den individuellen Anforderungen des Pferdes passt. Pauschale Aussagen über die Eignung eines Heus allein anhand seiner Farbe, seines Geruchs oder seines Erntezeitpunkts sind dagegen nur eingeschränkt möglich.
Die tägliche Raufuttermenge sollte auf Grundlage des Körpergewichts, des Zielgewichts, des Ernährungszustands und der Haltungsbedingungen berechnet werden. Bei notwendiger Gewichtsreduktion darf die Ration nicht abrupt oder ohne fachliche Begleitung stark gekürzt werden. Engmaschige Heunetze, geeignete Futterautomaten oder mehrere kleine Portionen können dabei helfen, die Fresszeit zu verlängern.
Zuckerarme Heucobs oder rohfaserreiche Raufuttermischungen kommen beispielsweise als Ergänzung infrage, wenn die vorhandene Raufuttermenge nicht ausreicht, Zahnprobleme bestehen oder einzelne Rationsbestandteile ersetzt werden sollen. Heucobs müssen entsprechend den Herstellerangaben eingeweicht und in die berechnete Gesamtmenge eingerechnet werden.
Getreidefreies und stärkearmes Pferdefutter auswählen
Viele leichtfuttrige Pferde benötigen neben hochwertigem Raufutter kein klassisches energiereiches Kraftfutter. Soll dennoch ein Krippenfutter eingesetzt werden, eignen sich bevorzugt Produkte mit nachvollziehbarer Zusammensetzung und niedrigen Zucker- und Stärkegehalten.
Bei der Auswahl können folgende Produkteigenschaften relevant sein:
- getreidefreie oder getreidereduzierte Rezeptur
- niedriger Zucker- und Stärkegehalt
- kein zugesetzter Zucker
- melassefreie Varianten
- hoher Anteil strukturreicher Bestandteile
- bedarfsgerechte Energie- und Nährstoffkonzentration
- klar deklarierte Zusammensetzung und Fütterungsempfehlung
Bezeichnungen wie „getreidefrei“, „melassefrei“ oder „ohne Zuckerzusatz“ sollten nicht automatisch mit einem insgesamt niedrigen Zucker- oder Energiegehalt gleichgesetzt werden. Auch natürliche Zutaten können Zucker enthalten. Für einen sachlichen Produktvergleich sind deshalb die vollständige Deklaration und – sofern angegeben – die Werte für Zucker, Stärke und umsetzbare Energie entscheidend.
Getreidefreie Müslis, faserbasierte Pellets und strukturreiche Ergänzungsfutter können je nach Produkt und Rationsberechnung eingesetzt werden. Die tatsächliche Eignung hängt immer von der Zusammensetzung, der gefütterten Menge und den übrigen Bestandteilen der Tagesration ab.
Futtermenge und Körpergewicht kontrolliert anpassen
Das Gewichtsmanagement ist bei leichtfuttrigen Pferden ein zentraler Bestandteil des Fütterungskonzepts. Dabei sollte nicht ausschließlich das Körpergewicht betrachtet werden. Auch der Body Condition Score, der Umfang des Mähnenkamms, die regionale Fettverteilung und die körperliche Entwicklung im Zeitverlauf liefern wichtige Informationen.
Für eine nachvollziehbare Kontrolle empfiehlt es sich, das Pferd regelmäßig unter vergleichbaren Bedingungen zu wiegen oder mit einem Gewichtsmaßband zu vermessen. Fotos aus derselben Perspektive können Veränderungen zusätzlich dokumentieren. Die Ergebnisse sollten in festen Abständen bewertet und die Ration bei Bedarf fachlich angepasst werden.
Eine Gewichtsreduktion sollte langsam und kontrolliert erfolgen. Radikale Futterkürzungen oder lange Fresspausen sind keine geeignete Strategie. Die häufig genannte Orientierung von etwa 1,5 Kilogramm Heu je 100 Kilogramm Zielkörpergewicht darf nicht pauschal auf jedes Pferd übertragen werden. Trockenmasse, Raufutterqualität, Haltungsform, Bewegung und individuelle Situation müssen mitberücksichtigt werden.
Auch kleine zusätzliche Futtermengen können die Energiebilanz beeinflussen. Dazu zählen Leckerlis, Möhren, Äpfel, Brot, Grasaufnahme, Knabberäste und nicht abgewogene Portionen aus dem Futtereimer. Eine vollständige Rationskontrolle schließt deshalb sämtliche täglich aufgenommenen Futtermittel ein.
Passendes Mineralfutter für leichtfuttrige Pferde
Wird die Menge an Kraftfutter reduziert oder vollständig darauf verzichtet, muss die Versorgung mit Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen gesondert betrachtet werden. Ein konzentriertes Mineralfutter ermöglicht eine gezielte Ergänzung, ohne gleichzeitig große Mengen an zusätzlicher Energie bereitzustellen.
Für leichtfuttrige Pferde kommen insbesondere Mineralfutter mit niedriger Tagesdosierung sowie getreide- und melassefreie Varianten infrage. Ein Produkt sollte zur Zusammensetzung des Grundfutters passen und entsprechend dem tatsächlichen Bedarf dosiert werden. Eine höhere Dosierung führt nicht automatisch zu einer besseren Versorgung.
Die Auswahl lässt sich am zuverlässigsten auf Grundlage einer Raufutteranalyse und einer professionellen Rationsberechnung treffen. Dabei werden unter anderem Calcium, Phosphor, Magnesium, Natrium sowie relevante Spurenelemente berücksichtigt. Auch bereits enthaltene Mineralstoffe aus anderen Ergänzungsfuttern müssen in die Gesamtberechnung einfließen.
Formulierungen wie „für Hufe“, „für den Stoffwechsel“ oder „für das Immunsystem“ ersetzen keine Prüfung der konkreten Zusammensetzung. Aussagekräftiger sind die deklarierten Nährstoffgehalte, die eingesetzten Verbindungen und die empfohlene Fütterungsmenge.
Mash, Heucobs und Ergänzungsfutter richtig einordnen
Mash wird häufig als warme oder eingeweichte Mahlzeit angeboten. Bei der Auswahl für ein Pferd mit besonderen Anforderungen an die Zucker- und Stärkeversorgung sollte die Rezeptur sorgfältig geprüft werden. Traditionelle Mash-Mischungen können größere Mengen an Getreide, Kleie oder Melasse enthalten. Alternativ stehen getreidefreie und zuckerreduzierte Varianten zur Verfügung.
Auch ein getreidefreies Mash ist kein automatisch frei verfütterbares Produkt. Es muss entsprechend seiner Zusammensetzung und Dosierung in die Tagesration eingerechnet werden. Das gilt ebenso für Heucobs, Wiesencobs, Esparsetteprodukte, Luzerne, Reiskleie, Ölsaaten und andere Ergänzungsfuttermittel.
Bei eingeweichten Futtermitteln sind die Zubereitungshinweise des Herstellers zu beachten. Dazu gehören die Wassermenge, die Quellzeit, die Fütterungstemperatur und die hygienische Handhabung. Frisch zubereitete Portionen sollten zeitnah verfüttert und nicht über längere Zeit ungekühlt stehen gelassen werden.
Ergänzungsfuttermittel sollten stets einen klaren Zweck innerhalb der Ration erfüllen. Je mehr Einzelprodukte kombiniert werden, desto schwieriger wird es, Energie-, Zucker-, Stärke- und Nährstoffmengen zuverlässig zu überblicken.
Pferdefutter bei EMS online kaufen und vergleichen
Im Pferdefuttershop kannst du Futtermittel für eine zucker- und stärkearme Pferdefütterung gezielt auswählen und miteinander vergleichen. Das Sortiment umfasst unter anderem zuckerarme Raufutterergänzungen, eingeweichte Heucobs, getreidefreie Pferdemüslis, faserbasierte Pellets, energiearme Mineralfutter und ausgewählte Mash-Produkte.
Achte beim Kauf nicht nur auf werbliche Produktbezeichnungen, sondern insbesondere auf die Zutatenliste, die analytischen Bestandteile, die Zusatzstoffe und die empfohlene Tagesmenge. Relevant ist außerdem, ob das Produkt als Alleinfuttermittel, Ergänzungsfuttermittel, Mineralfutter oder Einzelfuttermittel gekennzeichnet ist.
Eine fachgerechte Ration berücksichtigt das gesamte Pferd: Körpergewicht, Zielgewicht, Alter, Rasse, Haltung, Bewegung, Raufutterqualität und tierärztliche Befunde. Bei diagnostiziertem EMS, einer akuten Hufrehe oder anderen gesundheitlichen Auffälligkeiten sollte die Auswahl des Futters immer mit dem behandelnden Tierarzt und gegebenenfalls einer qualifizierten Futterberatung abgestimmt werden.
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