Teffcobs für Pferde: Eigenschaften, Fütterung und Vergleich mit Luzernecobs
Was ist Teffgras, welche Eigenschaften bringen daraus hergestellte Cobs mit und worin unterscheiden sich Teffcobs von klassischen Luzernecobs? In diesem Ratgeber erfährst du, wie sich Teffcobs in die Pferdefütterung einordnen lassen, welche Nährwerte bei der Rationsplanung eine Rolle spielen und was bei Sport- und Turnierpferden besonders zu beachten ist.
Was ist Teffgras?
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Teff, botanisch Eragrostis tef, ist ein einjähriges, wärmeliebendes Süßgras, das ursprünglich aus Ostafrika stammt. Die Pflanze bildet vergleichsweise feine Halme und wird sowohl als Kulturpflanze als auch als Futtergras genutzt.
Für die Herstellung von Teffcobs wird das Gras geerntet, getrocknet, zerkleinert und anschließend zu kompakten Cobs gepresst. Dadurch lässt sich das Pflanzenmaterial gut lagern, portionieren und nach dem Einweichen in unterschiedlichen Fütterungskonzepten einsetzen.
In der Pferdefütterung ist Teffgras vor allem aufgrund seiner Kombination aus Rohfaser, Protein und vergleichsweise niedrigen Gehalten an Zucker und Stärke interessant. Die konkreten Werte können jedoch je nach Ernte, Anbau, Verarbeitung und Produktcharge schwanken. Maßgeblich sind daher immer die aktuellen analytischen Angaben auf der Verpackung oder in der Produktbeschreibung.
AGROBS Teffcobs werden als Einzelfuttermittel aus warmluftgetrocknetem und pelletiertem Teffgras angeboten. Nach den derzeit veröffentlichten Herstellerangaben enthalten sie unter anderem 14,3 Prozent Rohprotein, 24,7 Prozent Rohfaser, 5,7 Prozent Zucker, 2,3 Prozent Stärke, 0,8 Prozent Calcium und 0,4 Prozent Phosphor. Diese Angaben beziehen sich auf das konkrete Produkt und sollten nicht pauschal auf alle Teffcobs anderer Hersteller übertragen werden.
Teffcobs können abhängig von Produkt, Fütterungsmenge und Rationsgestaltung als Ergänzung des Raufutters, als eingeweichte Faserkomponente oder als Bestandteil einer individuell zusammengestellten Tagesration dienen. Sie ersetzen jedoch nicht automatisch eine bedarfsgerechte Versorgung mit Raufutter, Mineralstoffen, Spurenelementen und weiteren notwendigen Nährstoffen.
Für welche Fütterungskonzepte können Teffcobs interessant sein?
Teffcobs können insbesondere dann in Betracht gezogen werden, wenn eine strukturreiche Futterkomponente mit definierten Proteinwerten gesucht wird und gleichzeitig auf den Zucker- und Stärkegehalt der Gesamtration geachtet werden soll.
Mögliche Einsatzbereiche sind beispielsweise:
- Rationen für leichtfuttrige Pferde, bei denen die gesamte Energiezufuhr kontrolliert werden soll
- Fütterungskonzepte mit bewusst ausgewählten zucker- und stärkearmen Komponenten
- Rationen, in denen eine zusätzliche pflanzliche Proteinquelle benötigt wird
- Fütterungspläne, in denen Luzerne nicht eingesetzt werden soll
- Ausschlussrationen mit möglichst überschaubarer Zutatenliste
- eingeweichte Rationen für Pferde, die trockene oder grobe Futtermittel nur eingeschränkt aufnehmen können
- Rationen, in denen ein Teil des vorhandenen Heus nach fachlicher Berechnung durch ein geeignetes Raufutterprodukt ergänzt oder ersetzt werden soll
Diese Einsatzbereiche sind keine pauschalen Eignungszusagen. Ob Teffcobs zur jeweiligen Fütterung passen, hängt von zahlreichen Faktoren ab. Dazu zählen unter anderem Körpergewicht, Alter, Aktivität, Trainingsumfang, Raufutterqualität, Haltungsform, Körperzustand und die übrigen Bestandteile der Tagesration.
Besondere Vorsicht ist geboten, wenn bereits eine Erkrankung diagnostiziert wurde oder die Fütterung aus tierärztlichen Gründen angepasst werden muss. Erkrankungsbezeichnungen wie EMS, PPID oder Hufrehe sollten nicht als Werbe- oder Eignungsargument für ein Futtermittel verwendet werden. In solchen Fällen sollte die Auswahl ausschließlich auf Grundlage einer tierärztlichen Diagnose, einer Raufutteranalyse und einer individuell berechneten Ration erfolgen.
Auch bei vermuteten Futtermittelunverträglichkeiten gilt: Eine auffällige Reaktion sollte fachlich abgeklärt werden. Ein Wechsel auf ein Einzelfuttermittel kann Teil eines strukturierten Fütterungsplans sein, ersetzt aber keine Diagnostik.
Teffcobs und Luzernecobs im Vergleich
Teffcobs und Luzernecobs sind pflanzliche Einzelfuttermittel, unterscheiden sich jedoch hinsichtlich Pflanzenart, Nährstoffprofil und möglicher Verwendung innerhalb einer Gesamtration.
Teff gehört zur Familie der Süßgräser. Luzerne ist dagegen eine Leguminose. Bereits daraus ergeben sich typische Unterschiede, insbesondere beim Calciumgehalt, beim Verhältnis von Calcium zu Phosphor und teilweise bei Zucker, Stärke, Rohfaser und Protein.
Für eine konkrete Gegenüberstellung sollten immer die aktuellen Deklarationen der Produkte verglichen werden. Durchschnittswerte oder ältere Produktangaben eignen sich nur eingeschränkt für eine exakte Rationsberechnung.
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Eigenschaft |
AGROBS Teffcobs |
AGROBS Luzernecobs |
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Protein |
ähnlicher Bereich |
ähnlicher Bereich |
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Umsetzbare Energie |
vergleichbar |
vergleichbar |
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Zucker und Stärke |
geringer |
höher als bei Teffcobs |
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Calcium-Phosphor-Verhältnis |
ausgeglichener |
calciumreicher |
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Besonders interessant für |
leichtfuttrige und stoffwechselempfindliche Pferde |
Pferde mit Bedarf an luzernebasierter Proteinquelle |
Hinweis: Die Nährstoffgehalte können aufgrund natürlicher Rohstoff- und Chargenschwankungen variieren. Maßgeblich sind die aktuellen Deklarationen der konkret verglichenen Produkte. Ob ein Futtermittel zur Ration passt, hängt von der gesamten Tagesration und dem individuellen Nährstoffbedarf des Pferdes ab.
Der Vergleich zeigt, dass Teffcobs nicht einfach als „bessere“ Luzernecobs bezeichnet werden können. Beide Futtermittel besitzen unterschiedliche Eigenschaften und können je nach restlicher Ration sinnvoll oder ungeeignet sein.
Ein Calcium-Phosphor-Verhältnis von ungefähr 2 : 1 kann die Einbindung in manche Rationen erleichtern. Trotzdem darf das Verhältnis eines einzelnen Futtermittels nicht isoliert betrachtet werden. Heu, Weidegras, Mineralfutter, Kraftfutter und sämtliche Ergänzungsfuttermittel tragen ebenfalls zur täglichen Calcium- und Phosphoraufnahme bei.
Auch beim Protein ist nicht allein der Rohproteingehalt entscheidend. Für eine detaillierte Bewertung können zusätzlich die Proteinqualität, der Gehalt an essenziellen Aminosäuren, die Verdaulichkeit und der tatsächliche Bedarf des Pferdes relevant sein.
Warum Zucker, Stärke und Protein bei der Rationsplanung wichtig sind
Zucker, Stärke und Protein gehören zu den häufig betrachteten Analysewerten in der Pferdefütterung. Ihre Bedeutung lässt sich jedoch nur im Zusammenhang mit der gesamten Ration bewerten.
Zucker und Stärke
Zucker und Stärke liefern Energie. Wie hoch ihr Anteil in der Tagesration sein sollte, hängt vom individuellen Bedarf, der Arbeitsleistung, der Raufutterqualität und gegebenenfalls von tierärztlichen Vorgaben ab.
Wer eine zucker- und stärkebewusste Ration zusammenstellen möchte, sollte nicht nur das Ergänzungsfutter prüfen. In vielen Rationen liefert das Heu mengenmäßig den größten Anteil und kann daher einen erheblichen Einfluss auf die Gesamtzufuhr haben.
Eine Heuanalyse liefert wesentlich mehr Planungssicherheit als die alleinige Auswahl eines als zuckerarm beworbenen Einzelprodukts. Zusätzlich müssen die tatsächlich gefütterten Mengen berücksichtigt werden. Ein niedriger Prozentwert bedeutet nicht automatisch eine niedrige tägliche Aufnahme, wenn große Mengen verfüttert werden.
Nach den aktuell veröffentlichten Produktinformationen enthalten AGROBS Teffcobs 5,7 Prozent Zucker und 2,3 Prozent Stärke. Die Werte sind natürlichen Ursprungs und können chargenbedingt variieren. Für eine genaue Rationsberechnung sollten die jeweils aktuellen Angaben verwendet werden.
Protein
Protein liefert Aminosäuren und ist ein regulärer Bestandteil einer bedarfsgerechten Pferderation. Der Bedarf variiert beispielsweise nach Alter, Körpergewicht, Aktivität, Trainingsziel, Trächtigkeit, Laktation und Qualität des Grundfutters.
Ein höherer Rohproteingehalt macht ein Futtermittel nicht automatisch für jedes Pferd erforderlich. Umgekehrt lässt sich ein möglicher Proteinbedarf nicht allein anhand des äußeren Erscheinungsbildes sicher beurteilen.
Teffcobs können als pflanzliche Proteinquelle in eine Ration integriert werden. Ob und in welcher Menge das sinnvoll ist, sollte anhand der vorhandenen Raufutterwerte und des tatsächlichen Tagesbedarfs entschieden werden.
Energie und Fütterungsmenge
Auch Teffcobs liefern Energie. Sie sind deshalb nicht als unbegrenzt einsetzbares „Diätfutter“ einzuordnen. Entscheidend ist die täglich aufgenommene Gesamtenergie im Verhältnis zum individuellen Bedarf.
Wer das Körpergewicht seines Pferdes kontrollieren möchte, sollte neben der Zusammensetzung des Futters insbesondere folgende Punkte berücksichtigen:
- tatsächlich gefütterte Heumenge
- Weidezugang und Weidezeit
- Menge aller Ergänzungs- und Kraftfuttermittel
- Leckerlis und sonstige Zusatzgaben
- Körpergewicht und Körperzustand
- tägliche Bewegung und Arbeitsintensität
Teffcobs können eine bestehende Ration ergänzen, korrigieren aber nicht automatisch eine insgesamt zu hohe Energiezufuhr.
Wichtiger Hinweis für Turnierpferde: Synephrin
Teffgras kann von Natur aus geringe Mengen Synephrin enthalten. Der Hersteller weist darauf hin, dass Synephrin nach den Regelwerken von FN und FEI dopingrelevant sein kann.
Für Pferde im Wettkampfeinsatz ist daher eine besonders sorgfältige Prüfung erforderlich. Dabei sollte nicht allein auf allgemeine Aussagen oder ältere Karenzzeitentabellen vertraut werden. Maßgeblich sind die zum Zeitpunkt des Turniers geltenden Vorgaben des jeweiligen nationalen oder internationalen Verbandes.
Turnierreiter sollten deshalb:
- die aktuelle Produktdeklaration und die Hinweise des Herstellers lesen,
- die aktuellen Anti-Doping- und Medikamentenkontrollregeln ihres Verbandes prüfen,
- gegebenenfalls veröffentlichte Karenzzeitempfehlungen berücksichtigen,
- bei Unsicherheit Rücksprache mit dem behandelnden Tierarzt oder dem zuständigen Verband halten und
- mögliche Einträge in Futterplänen und Stallprotokollen dokumentieren.
Eine Karenzzeitempfehlung stellt grundsätzlich keine Garantie dafür dar, dass eine Probe in jedem Einzelfall negativ ausfällt. Individuelle Aufnahme, Stoffwechsel, Produktcharge, Fütterungsdauer und Untersuchungsmethode können die Nachweisbarkeit beeinflussen.
Eine pauschale Aussage, Teffprodukte seien grundsätzlich für sämtliche Turnierpferde ungeeignet, wäre zu weitgehend. Ebenso wäre es nicht sachgerecht, eine uneingeschränkte Dopingfreiheit zu versprechen. Richtig ist: Aufgrund des möglichen natürlichen Synephringehalts muss die Verwendung bei Wettkampfpferden besonders sorgfältig anhand der jeweils aktuellen Bestimmungen beurteilt werden.
Teffcobs richtig einweichen und füttern
Gepresste Cobs nehmen bei Kontakt mit Wasser Flüssigkeit auf und vergrößern ihr Volumen. AGROBS empfiehlt daher, die Teffcobs vor der Fütterung einzuweichen.
Durch das Einweichen entsteht eine weiche, feuchte Futtermasse. Sie lässt sich mit weiteren geeigneten Rationsbestandteilen vermischen und kann auch bei Pferden eingesetzt werden, für die grobe oder trockene Futterbestandteile schwerer aufzunehmen sind.
So gehst du in der Praxis vor
- Futtermenge abwiegen
Verwende möglichst eine Waage. Futterschaufeln eignen sich nur bedingt für eine genaue Dosierung, da das Volumen nicht zuverlässig dem Gewicht entspricht. - Ausreichend Wasser hinzugeben
Nach aktueller Herstellerempfehlung werden pro Kilogramm AGROBS Teffcobs etwa 1,5 bis 3 Liter Wasser verwendet. Beachte stets die Angaben auf dem jeweiligen Futtersack. - Vollständig quellen lassen
Die benötigte Zeit hängt unter anderem von Wassertemperatur, Cobgröße, Wassermenge und Umgebungstemperatur ab. Vor dem Füttern sollten keine harten oder trockenen Stücke mehr vorhanden sein. - Konsistenz kontrollieren
Rühre die eingeweichte Portion gut durch. Bei Bedarf kann weiteres Wasser ergänzt werden. - Frisch verfüttern
Eingeweichtes Futter sollte hygienisch zubereitet und zeitnah verfüttert werden. Besonders bei warmen Temperaturen können feuchte Futtermittel schneller verderben. - Reste entfernen
Nicht gefressene Portionen sollten nicht über längere Zeit im Trog verbleiben. Futtertröge und Gefäße sind regelmäßig zu reinigen. - Langsam anfüttern
Neue Futtermittel sollten schrittweise in die Ration aufgenommen werden. So lassen sich Akzeptanz, Kotbeschaffenheit und Fressverhalten beobachten.
Wie viele Teffcobs darf ein Pferd bekommen?
Eine allgemeingültige Tagesmenge gibt es nicht. Sie hängt unter anderem von folgenden Faktoren ab:
- Soll-Körpergewicht
- aktuellem Körperzustand
- täglicher Arbeitsleistung
- Heumenge und Heuqualität
- Weidegang
- gewünschtem Einsatzzweck
- weiteren Protein- und Energiequellen
- Mineralstoffversorgung
Der Hersteller nennt unterschiedliche Mengen, je nachdem, ob die Cobs lediglich als Ergänzung, als Alternative zu Kraftfutter oder als rechnerischer Bestandteil der Raufutterration eingesetzt werden. Bei größeren Austauschmengen sollte eine individuelle Fütterungsberatung erfolgen.
Eine pauschale Empfehlung wie „ein Kilogramm Cobs ersetzt immer ein Kilogramm Heu“ sollte nicht ohne weitere Einordnung verwendet werden. Ein rechnerischer Austausch muss unter anderem Trockenmasse, Rohfasergehalt, Fressdauer, Gesamtmenge und Struktur der verbleibenden Raufutterration berücksichtigen.
Teffcobs als Alternative zu Luzerne gezielt einsetzen
Teffcobs können eine Alternative sein, wenn für die Ration eine grasbasierte statt luzernebasierte Faser- und Proteinquelle gesucht wird.
Das kann beispielsweise interessant sein, wenn:
- der Calciumgehalt der Gesamtration nicht unnötig weiter erhöht werden soll,
- die Zutatenliste möglichst kurz bleiben soll,
- eine reine Grasquelle bevorzugt wird,
- Zucker- und Stärkegehalte gezielt verglichen werden,
- ein eingeweichtes Einzelfuttermittel benötigt wird oder
- Luzerne aus individuellen Gründen nicht Teil des Futterplans sein soll.
Dabei bedeutet „Alternative“ nicht, dass beide Futtermittel in jeder Ration eins zu eins austauschbar sind. Luzerne und Teff unterscheiden sich unter anderem bei Mineralstoffen, Pflanzenstruktur und teilweise bei den analysierten Nährstoffgehalten.
Vor einer Umstellung empfiehlt es sich daher, folgende Werte gegenüberzustellen:
- Rohprotein
- verdauliches Rohprotein
- Rohfaser
- Zucker
- Stärke
- umsetzbare Energie
- Calcium
- Phosphor
- Fütterungsmenge pro Tag
Besonders hilfreich ist eine Berechnung auf Grundlage der tatsächlichen Tagesmenge. Prozentwerte allein können irreführend sein. So kann ein Produkt zwar einen höheren Gehalt pro Kilogramm besitzen, bei einer kleineren Fütterungsmenge aber dennoch weniger zur täglichen Gesamtaufnahme beitragen.
Auch ein Mineralfutter sollte nicht allein anhand des Calcium-Phosphor-Verhältnisses der Teffcobs ausgewählt werden. Entscheidend sind die analysierte Grundration und die Versorgung mit Mengen- und Spurenelementen über den gesamten Tag.
Fazit: Vielseitige Raufutter- und Proteinergänzung
Teffcobs sind gepresstes, getrocknetes Teffgras und können als strukturreiche Faser- und Proteinquelle in verschiedenen Pferderationen eingesetzt werden. Gegenüber vielen Luzerneprodukten besitzen sie typischerweise einen geringeren Calciumgehalt und können – abhängig vom konkreten Produkt – niedrige Zucker- und Stärkewerte aufweisen.
Ihre wichtigsten Eigenschaften sind:
- grasbasierte Zusammensetzung
- nennenswerter Rohfaser- und Proteingehalt
- beim genannten Produkt vergleichsweise niedrige Zucker- und Stärkewerte
- ein Calcium-Phosphor-Verhältnis von etwa 2 : 1
- vielseitige Verwendung als eingeweichte Futterkomponente
- kurze Zutatenliste bei einem reinen Einzelfuttermittel
Teffcobs sind jedoch weder ein Heilmittel noch ein pauschales Spezialfutter für bestimmte Erkrankungen. Ihre Eignung ergibt sich ausschließlich aus der Zusammensetzung, der verwendeten Menge und der Einbindung in die gesamte Tagesration.
Vor allem bei diagnostizierten Erkrankungen, deutlichem Über- oder Untergewicht, wiederkehrenden Fütterungsproblemen oder größeren Veränderungen der Raufutterration sollte eine fachliche Berechnung erfolgen.
Für Turnierpferde muss außerdem der mögliche natürliche Synephringehalts berücksichtigt werden. Maßgeblich sind die jeweils aktuellen Anti-Doping-Regelungen sowie die Hinweise des Herstellers und des zuständigen Verbandes.
Du möchtest Teffcobs in den Futterplan deines Pferdes integrieren? Vergleiche die aktuellen Produktwerte mit deiner bisherigen Ration oder nutze eine individuelle Futterberatung, um Menge, Raufutteranteil und Mineralstoffversorgung passend abzustimmen.
Häufige Fragen zu Teff
Was sind Teffcobs?
Teffcobs bestehen aus getrocknetem, zerkleinertem und zu Cobs gepresstem Teffgras. Teff ist ein wärmeliebendes Süßgras, das ursprünglich aus Ostafrika stammt. Je nach Hersteller wird das Gras nach der Ernte getrocknet und ohne weitere Zutaten pelletiert.
Vor der Fütterung sollten die Herstellerangaben beachtet werden. AGROBS empfiehlt, die Teffcobs mit ausreichend Wasser vollständig einzuweichen.
Für welche Pferde können Teffcobs eingesetzt werden?
Teffcobs können als grasbasierte Raufutter- oder Proteinergänzung für unterschiedliche Pferde verwendet werden. Besonders interessant sind sie in Rationen, in denen auf klar deklarierte Zucker-, Stärke-, Protein-, Calcium- und Phosphorwerte geachtet wird.
Ob das Produkt im Einzelfall passt, hängt von der gesamten Tagesration und nicht von einer einzelnen Eigenschaft ab.
Sind Teffcobs für Pferde mit EMS, PPID oder Hufrehe geeignet?
Eine pauschale Eignungszusage für Pferde mit einer diagnostizierten Erkrankung ist nicht sachgerecht. Teffcobs können zwar vergleichsweise niedrige Zucker- und Stärkewerte aufweisen, daraus lässt sich jedoch keine allgemeine Empfehlung für bestimmte Krankheitsbilder ableiten.
Bei EMS, PPID, Hufrehe oder anderen Erkrankungen sollte die Fütterung durch einen Tierarzt und eine qualifizierte Futterberatung auf Grundlage der Diagnose, der Heuanalyse und der gesamten Ration geplant werden.
Was ist der Unterschied zwischen Teffcobs und Luzernecobs?
Teffcobs bestehen aus einem Süßgras, Luzernecobs aus einer Leguminose. Luzerne ist typischerweise calciumreicher. Teffcobs können je nach Produkt geringere Zucker- und Stärkewerte sowie ein weniger stark calciumlastiges Calcium-Phosphor-Verhältnis besitzen.
Die tatsächlichen Unterschiede sollten immer anhand der aktuellen Deklarationen der miteinander verglichenen Produkte beurteilt werden.
Warum können Teffcobs bei Turnierpferden relevant sein?
Teffgras kann natürlicherweise geringe Mengen Synephrin enthalten. Dieser Stoff kann nach den Regelwerken von Reitsportverbänden dopingrelevant sein.
Vor einem Wettkampf sollten daher die aktuellen Vorschriften des zuständigen Verbandes sowie die Produkt- und Karenzzeithinweise geprüft werden. Eine pauschale Garantie für einen negativen Dopingtest kann nicht gegeben werden.
Müssen Teffcobs immer eingeweicht werden?
Für Teffcobs empfiehlt der Hersteller das Einweichen. Die Cobs sollten mit ausreichend Wasser vollständig quellen, bis keine harten Stücke mehr vorhanden sind.
Die genaue Wassermenge und Quellzeit richtet sich nach den aktuellen Herstellerangaben, der Portionsgröße und der Wassertemperatur.